Industriebau und Erschließung im Ruhrgebiet
Tiefbau auf Werksgeländen, Betriebshöfen und Gewerbegrundstücken. Von der Erschließung bis zur belastbaren Fläche.
Der Betrieb hört nicht auf, weil gebaut wird
Auf einem Werksgelände ist die Baustelle immer der Gast. Die LKW kommen trotzdem, die Schicht fängt trotzdem um sechs an, der Rettungsweg muss trotzdem frei sein und die Medien dürfen nicht ausfallen.
Deswegen entscheidet auf Industrieflächen weniger die Bauleistung als die Abstimmung: welcher Abschnitt wann aufgerissen wird, welche Zufahrt so lange die Umleitung trägt und wann eine Umschaltung in die Randzeit gelegt werden kann. Wer das nicht vorher klärt, produziert Stillstand, und der kostet ein Vielfaches der Baukosten.
Was wir auf Industrie- und Gewerbeflächen ausführen
- Erschließung
- Baustraßen
- Betriebsflächen
- Werksstraßen
- Entwässerung
- Medientrassen
- Rückbau
- Netzanschluss
Erschließung von Gewerbe- und Industriegrundstücken
Ver- und Entsorgungsleitungen von der öffentlichen Straße bis zur Grundstücksgrenze und weiter bis zur Gebäudeeinführung.
Baufeldfreimachung und Baustraßen
Fläche räumen, Oberboden abtragen, Baustraße herstellen, damit Schwerlastverkehr im Winter nicht im Lehm steht.
Betriebs-, Hof- und Rangierflächen
Aufbau nach tatsächlicher Belastung durch LKW, Stapler und Radlader, nicht nach PKW-Maßstab.
Werksstraßen und Parkplätze
Fahrbahnen und Stellflächen in Asphalt oder Pflaster, mit Höhenlage passend zu Toren, Rampen und Hallenzufahrten.
Entwässerung von Betriebsflächen
Rinnen, Abläufe und Anschlussleitungen, Rückhaltung und Anschluss an vorhandene Abscheider oder Einleitstellen.
Medientrassen auf dem Gelände
Gräben für Strom, Gas, Wasser, Druckluft und Leerrohre zwischen Hallen, Anlagen und Übergabestationen.
Rückbau von Flächen und Bodenaustausch
Alte Beläge und Fundamente aufnehmen, Boden nach vorliegender Deklaration trennen, abfahren und ersetzen.
Anschluss ans öffentliche Netz
Herstellung des Anschlusses in der öffentlichen Straße und Wiederherstellung der Oberfläche nach kommunaler Vorgabe.
Wie ein Projekt auf Ihrem Gelände läuft
Anfrage und Begehung
Wir gehen die Fläche mit Ihnen ab. Dabei geht es weniger um Quadratmeter als um Zufahrten, Schichtzeiten, Sperrzeiten und darum, was auf keinen Fall stillstehen darf.
Bauabschnitte nach Ihrem Betriebsablauf
Wir schneiden die Maßnahme so, dass Ihre kritischen Wege erhalten bleiben, und legen Umschaltungen und laute Arbeiten in Zeiten, die Sie vorgeben.
Angebot mit benannten Randbedingungen
Nacht- und Wochenendarbeit, Zugangsregeln, Wartezeiten am Werkstor und Entsorgungsklassen stehen als eigene Positionen drin, damit später nichts nachverhandelt wird.
Ausführung mit festen Ansprechpartnern
Ein Ansprechpartner bei uns, einer bei Ihnen. Zugangsregeln, Unterweisung und Erlaubnisscheine werden vor dem ersten Tag geklärt, nicht am Tor.
Übergabe je Abschnitt
Jeder Abschnitt wird einzeln übergeben und befahrbar zurückgegeben, statt am Ende alles auf einmal.
Bauen im laufenden Betrieb: was vorher geklärt sein muss
Auf einem Werksgelände sind nicht die Baugrenzen entscheidend, sondern die Dinge, die währenddessen funktionieren müssen. In der Regel sind das vier: die Zufahrt für Anlieferung und Abholung, die Flucht- und Rettungswege in der geforderten Breite, die Medienversorgung der Produktion und der Zugang für Feuerwehr und Rettungsdienst.
Jeder dieser Punkte lässt sich planen, aber keiner lässt sich spontan lösen. Eine temporäre Zufahrt braucht einen tragfähigen Untergrund und muss vorher gebaut werden. Ein verlegter Rettungsweg braucht Abstimmung mit Ihrer Sicherheitsfachkraft. Eine Medienumschaltung braucht ein Zeitfenster, das oft nur am Wochenende existiert.
Was das für Sie bedeutet: Die Fragen kosten in der Planung wenig und im laufenden Bau sehr viel. Wenn sie im Angebotsgespräch beantwortet werden, steht der Bauablauf. Wenn nicht, entstehen Stillstandszeiten, die niemand kalkuliert hat.
Nachweise und Qualifikationen
Dieser Block ist gebaut, aber bewusst leer. Für den Standort Herne ist derzeit öffentlich kein Nachweis belegt, und Zertifikate einer Schwestergesellschaft gelten hier nicht. Anzufragen sind:
- SCC oder SCC**, auf vielen Werksgeländen Zugangsvoraussetzung
- Fachbetrieb nach § 62 WHG für Arbeiten an Abscheidern und Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen
- ISO 9001, 14001, 45001
- Entsorgungsfachbetrieb nach § 56 KrWG oder feste Entsorgungspartner
- Gütezeichen Kanalbau RAL-GZ 961 für Grundstücksentwässerung
- Zwei bis drei Industrie- oder Gewerbeprojekte mit Nennungsfreigabe
Belegt ist derzeit nur die Konzernzugehörigkeit: Sparte Leitungsbau der Jaeger Gruppe mit 13 Standorten und über 300 Mitarbeitenden.
Häufige Fragen vor der Vergabe
Können Sie außerhalb der Betriebszeiten arbeiten?
Ja, das ist auf Werksgeländen oft der einzige Weg. Nacht- und Wochenendarbeit kostet Zuschläge, braucht Vorlauf und teilweise eine Genehmigung wegen Lärm. Wir kalkulieren das als eigene Position, damit Sie sehen, was das Zeitfenster wert ist.
Wer klärt Bodenbelastung und Entsorgung?
Die Deklarationsanalyse liegt in der Regel beim Auftraggeber, weil sie den Untergrund und dessen Vorgeschichte betrifft. Ohne Analyse lässt sich der Aushub nicht kalkulieren, weil die Entsorgungsklasse den Preis bestimmt. Liegt keine vor, sagen wir das im Angebot und rechnen den Aushub als Eventualposition.
Wie läuft die Abstimmung mit Werkschutz und Sicherheitsfachkraft?
Vor Baubeginn: Zugangsregeln, Ausweise, Unterweisung, Erlaubnisscheine für Heißarbeiten oder Grabungen, Notfallnummern. Während des Baus: ein fester Ansprechpartner auf unserer Seite, erreichbar über die Bauleitung.
Wir kommen auf Ihr Gelände
Eine Begehung sagt mehr als drei Telefonate. Sagen Sie uns, wann Ihr Betrieb es zulässt.
Hafenstraße 11–17, 44653 Herne
+49 2325 97054-204